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Neophytensack für Regensdorf - exotische Problempflanzen kostenlos und korrekt entsorgen

27. Mai 2026

Die Gemeinde Regensdorf setzt sich aktiv für die Biodiversität ein und bekämpft invasive Neophyten, die sich in Wiesen, auf Ruderalflächen oder entlang von Bachufern ausbreiten. Aber auch die Bevölkerung kann aktiv unterstützen, sei dies in Grünflächen rund ums Haus oder auf dem Spaziergang. Dazu führt die Gemeinde Regensdorf den kostenlosen Neophytensack ein.

Einjähriges Berufkraut – hübsch anzusehen, aber stark in der Ausbreitung
Auf den ersten Blick erinnert die Pflanze an ein einheimisches Margritli/Gänseblümchen. Besonders dieses hat sich auf dem ganzen Gemeindegebiet von Regensdorf stark vermehrt. Je nach Situation kann sich dieses weisse Blümchen so stark ausbreiten, dass konkurrenzschwächere, einheimische Pflanzenbestände verdrängt werden. In der Landwirtschaft senkt das Einjährige Berufkraut zudem die Futterqualität von Wiesen. Die Ausbreitung des Einjährigen Berufkraut bedeutet zwar nicht für alle Flächen einen Verlust an Artenvielfalt. Haben sich aber dichte Bestände etabliert, ist das Einjährige Berufkraut aufgrund der grossen Samendepots im Boden schwierig zu bekämpfen. Deshalb gilt: Besser frühzeitig hinschauen und vorausschauend handeln.

Das Einjährige Berufkraut besiedelt gerne offene Flächen, so genannte Ruderalflächen (z.B. Kiesflächen), oder auch magere, humusarme Standorte. Dies sind aber auch wertvolle Standorte für heimische Pflanzen, die mit ihren Blüten ein wichtiges Nahrungsangebot für Insekten bieten. Der Werkhof von Regensdorf hat einige Flächen ökologisch aufgewertet, welche regelmässig auf Neophyten kontrolliert werden. Dabei wird er durch den Verein Konkret unterstützt, der mit Zivildienstleistenden unverzichtbare Arbeit leistet.

Begegnet Ihnen das Einjährige Berufkraut oder andere invasive Neophyten auf Ihrem Spaziergang? Gerade bei feuchtem Wetter lassen sich Pflanzen wie das Einjährige Berufkraut einfach auszupfen. Blühende Pflanzen sollten aber zwingend gleich in einen Plastiksack gesteckt werden, ansonsten verteilen Sie die Samen auf ihrem Spaziergang weiter.

Neophyten korrekt entsorgen – so geht’s
Entscheidend im Umgang mit invasiven Neophyten ist die richtige Entsorgung. Pflanzenreste dürfen keinesfalls im Grüngut, auf dem Kompost oder in der Natur entsorgt werden, da sich Samen oder Wurzeln weiterverbreiten können. Fortpflanzungsfähige Pflanzenteile (z.B. Blüten, Wurzeln etc.) müssen stattdessen separat gesammelt und der fachgerechten Entsorgung via Kehrichtverbrennung zugeführt werden. Bei krautigen Arten wie der Amerikanischen Goldrute oder dem Schmalblättrigen Greiskraut gehört jeweils die ganze Pflanze in den Abfallsack. Bei Sträuchern oder Bäumen, wie beim Kirschlorbeer oder der Hanfpalme (Tessinerpalme), sind es die beerenartigen Früchte und die Wurzeln. Bei anderen Pflanzen sind es die Samen oder die Hülsenfrüchte.

Neu: Der Neophytensack – kostenlos für alle Regensdorferinnen und Regensdorfer
Ab sofort können Einwohnerinnen und Einwohner den 60‑Liter-Neophytensack kostenlos bei der Gemeindeverwaltung beziehen (Auswahl Schalter: «Allgemeine Anfragen» à «Abgabe Neophytensack»). Der gefüllte Sack wird der regulären Kehrrichttour mitgegeben. Die Pflanzen werden anschliessend in der Kehrichtverwertungsanlage verbrannt. Zu jedem Neophytensack wird ein Flyer abgegeben, der aufzeigt, wie mit welchen Problempflanzen zu verfahren ist.

Schon bald wird es in Regensdorf wieder an vielen Orten «weiss» blühen. Bis Ende Mai sollte das Einjährige Berufkraut bekämpft werden. Die Gemeinde Regensdorf dankt der Bevölkerung für Ihre wertvolle Mithilfe, die korrekte Entsorgung von Neophyten und ihr Engagement zum Schutz der Natur.

Und übrigens: Invasive Neophyten gratis gegen heimische Sträucher eintauschen
Die Neophyten-Eintauschaktion, bei der ausgegrabene invasive Neophyten gegen einheimische Sträucher eingetauscht werden können, läuft noch bis zum Herbst 2026. Nutzen Sie die Möglichkeit und fördern Sie die Artenvielfalt mit heimischen Pflanzen. Invasive Pflanzen wie der Kirschlorbeer haben kaum einen Nutzen für die heimische Tierwelt. Infos dazu gibt es in diesem Umwelttipp.

Bild: Baudirektion Kanton Zürich
BIld: IG Neophytensack Zürich - Schaffhausen