Wenn im zeitigen Frühling die erste Hummel summt, ist das mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Königin. Sie hat den Winter allein verbracht und steht nun vor einer gewaltigen Aufgabe: Sie muss einen geeigneten Nistplatz finden, ein Nest bauen, Eier legen und ihre ersten Arbeiterinnen grossziehen. In den ersten Wochen erledigt sie all das ohne Unterstützung. Dafür braucht sie viel Energie: Nektar von Blüten mit reichlich Nektar und Pollen.
Doch gerade im frühen Frühling ist das Nahrungsangebot oft noch knapp. Im Herbst gepflanzte Blumenzwiebeln und frühblühende Pflanzen können durch ihre frühe Blüte diese Lücke schliessen. Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen, Winterlinge, Blausterne und Traubenhyazinthen zählen zu den ersten Nahrungsquellen des Jahres. Sie liefern den Hummelköniginnen die nötige Energie für einen erfolgreichen Start.
Ein Hummelvolk lebt nur einen Sommer. Im Herbst sterben die alte Königin und ihre Arbeiterinnen. Nur die jungen Königinnen überwintern an einem geschützten Ort und gründen im nächsten Frühling ein neues Volk. Findet eine junge Königin nach dem Winter genügend Nahrung, kann sie die nächste Hummelgeneration sichern.
Pflanzen Sie Blumenzwiebeln am besten in Gruppen an sonnigen bis halbschattigen Standorten und wählen Sie ungefüllte Sorten, sie bieten besonders viel Nektar und Pollen. Mit wenigen Handgriffen sorgen Sie so für die ersten Farbtupfer im Frühling und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität direkt vor Ihrer Haustüre, auf Ihrem Balkon oder Ihrem G arten.
Übrigens: Nicht nur für Blumenzwiebeln ist der Herbst die richtige Pflanzzeit. Auch Wildstauden und -sträucher wie Buschwindröschen, Lerchensporn, Kornelkirsche, Schlehe oder Salweide gehören zu den Frühblühern und können jetzt in die Erde.
Und falls Sie Neophyten entfernen, profitieren Sie bis 15. Oktober 2026 von unserer Eintauschaktion. Neophyten im Garten? Machen Sie bei der Pflanzen-Eintauschaktion mit! - Regensdorf